Pressemitteilung 

Die Samtgemeinde Lemförde scheint in den Wahlkampf 2026 gestartet zu sein. Leider wählt die FDP Lemförde dabei einen Stil, der Fragen aufwirft. Im aktuellen Zeitungsartikel zu den Öffnungszeiten des Hallenbades entsteht der Eindruck, die Verwaltung arbeite zu langsam oder blockiere notwendige Anpassungen.

Dieser Vorwurf greift deutlich zu kurz – und blendet einen entscheidenden Punkt aus: Die reduzierten Öffnungszeiten sind unmittelbare Folge politischer Sparforderungen. 

Über Monate hinweg wurde insbesondere auch von der FDP gefordert, Personalkosten zu senken und freiwillige Leistungen zu reduzieren. Genau das ist im Hallenbad passiert: Eine Schwimmmeisterstelle wurde nicht neu besetzt. Statt vier stehen nun drei Fachkräfte zur Verfügung. Die Folge: rund 50 % weniger Öffnungszeit. Wer Einsparungen beim Personal fordert, muss die Konsequenzen ehrlich benennen. 

Besonders irritierend ist daher, dass nun Gespräche mit Interessengruppen geführt und öffentlich Erwartungen geweckt werden, ohne die eigenen Beschlüsse und Forderungen ehrlich zu benennen. Das wirkt weniger wie konstruktive Sachpolitik und mehr wie der Versuch, politischen Nutzen aus selbst mitverursachten Entscheidungen zu ziehen.

Alle Fraktionen haben sich intensiv mit dem Thema der Öffnungszeiten des Hallenbades beschäftigt. Es liegt eine gemeinsame Lösung auf dem Tisch, an der alle mitgewirkt haben. Das ist sachliche Zusammenarbeit – und kein parteipolitischer Alleingang. 

Die angespannte Finanzlage ist im Übrigen kein spezifisches Problem von Lemförde allein. Sie ist Ausdruck einer strukturellen Schieflage in der Aufgaben- und Mittelverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung leisten täglich engagierte Arbeit unter schwierigen Rahmenbedingungen. Sie zum politischen Spielball oder gar zum Buhmann zu machen, halten wir für falsch und unfair.

Wir stehen für ehrliche Politik: Wer spart, muss die Folgen klar benennen. Und wer Wahlkampf macht, sollte mit tragfähigen Konzepten überzeugen – nicht mit Schuldzuweisungen.